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Paris-Nizza

Wetter toll,Organisation toll,Sieger toll,

mit Karsten und Uli gesprochen,folgt morgen,und heimgekommen mit den Flecheurs,ein rundrum gelunger Tag,wenn Alberto auch da gewesen waere...

Die Franzosen sind schon eigenartig,damit meine ich nicht die Franzosen inside the peloton,nein der "normale" Franzose...sie tun ununterbrochen sehr geschaeftig,machen aber letztendlich nicht sehr viel-andere Laender ,andere Sitten. Sicher sind weder Nizza noch Cannes repraesentativ , dennoch man merkt, die Prioritaeten liegen eindeutig in Lebensbereichen , denen man in Deutschland beispielsweise nicht so grosse Bedeutung beimisst, die da waeren ; Essen und Sex und das moeglichst den ganzen Tag...

Zum Rennen Paris - Nizza ; nun im Gegensatz zu vielem ,was ich schon erlebt hab,wird hier schon eine Riesen-Rummel veranstaltet, ASO halt,allen voran ; Selbstdarsteller Prudhomme,der stets darauf achtet sich ins rechte Licht zu ruecken und seinen "Staatsfeind Nr.1" ,die UCI zu blamieren,

die Strecken sind schon gut abgesperrt,was zwangslaeufig einen totalen Verkehrskollaps nach sich zieht( aber das ist ein anderes Thema)und auch die Uebertragung , Siegerehrung sind alles eine Nummer groesser ,aber auch steriler.Mitunter typisch franzoesisch , arrogant koennte man es auch nennen,denn wenn anderswo die Sieger von netten Maedels geherzt werden, bekommt man hier allenfalls von der auf ihren Arbeitsvertrag pochenden Bibliothekarin (die so unattraktiv ist,dass ich sie am Bild weggeschnippelt habe)unfreundlich den Blumenstrauss in die kraftlose Hand gedrueckt.

Hinzu kommen die Franzosen Hinault und Virenque,was man nicht weiter kommentieren muesste, wenn...ja wenn man nicht andere grossartige Sportler explizit ausladen wuerde,damit mein ich nicht nur aktuell Astana mit Alberto und Levi,nein die Gesamtsituation..sie ist verlogen,denn Richard Virenque,der Koenig aller Lebemaenner bewegt sich dort ungeniert durch die Boxengasse, laesst sich feiern ,beklatschen und betatschen und andere duerfen, ja sollen der  Szenerie mal schoen fern bleiben, zB. Vino,der dort lebt und gesellschaftlich hoch engangiert ist...

Die letzte Etappe wurde dann mit einem Appel Richtung UCI gestartet,Philipp Gilbert,Rebellin und Nocentini begaben sich nachdem alle Fahrer eingeschrieben waren aufs Podium und kritisierten das Verhalten der Dopingkontrolleure der UCI (und schon hatte man das Feindblid wieder eindeutig identifiziert,was Herrn Prudhomme und Herrn Hinault sehr recht gelegen kam),die selbst vor privaten familiaeren Anlaessen keinen Halt machen und pietaetslos selbst zum Friedhof mit der Nadel und Pipeline anruecken..

Aber an dieser Situation sind alle Schuld,niemals haette man es soweit kommen lassen duerfen,voellig ausgeschlossen ist derartiges in anderen Sportarten oder gar Lebensbereichen,nun da das Kind in den Brunnen gefallen ist,ist das Geschrei gross.Herr Holczer,der uns jahrelang gebetsmuehlenartig vorgejammert hat ,wie schlimm doch seine Sportler benachteiligt waeren,im Feld der Gedopten(wir sehen mal von der Akte Rebellin explizit ab,da das vor seiner Zeit bei den Sprudelwasserheinis war)..hat nun ploetzlich ein Problem,welches er offensichtlich massiv verdraengte,er selbst naemlich steht kurz vor dem Aus seines Teams,was in anderen Teams vielleicht sogar mit ein wenig Haeme betrachtet wird.Nun plappert er nicht mehr,dass seine Sportler sich im Feld der besser Praeparierten schwer tun,nein er versucht uns weis zu machen,dass er vielleicht doch noch einen oder mehrere Sponsoren aufreissen wird. Die Realitaet wird wohl so aussehen,dass die Konkursmasse der Gerolsteiner meistbietend versteigert wird,da aber viele Teams ihre Hauptsponsoren verlieren und das gleiche Problem haben,werden die doch etwas ueberbezahlten und mitunter etwas abgehobenen Sprudel-Boys derartige Schwierigkeiten haben im Haifischbecken zu ueberleben.Denn eines darf man nicht vergessen;andere ,viel bessere Fahrer muessen sich mit deutlich weniger begnuegnen als das jahrelang der Fall bei T -Mobile und Gerolsteiner der Fall war,nun da der freie Markt sich im freien Fall befindet,wird der ein oder andere eine sicher unsanfte ,wenn nicht gar megaharte Landung und das ohne "Telemark" erleben duerfen..darauf duerfen wir gespannt sein.

Nun zur letzten Etappe; die grosse Frage stand im Raum: wird Rebellin wie im letzten Jahr auf der letzten Etappe das gelbe Trikot verlieren..?nun wohl eher nicht ! Das Feld im Gegensatz zu vorangegangenen Jahren doch deutlich an Qualitaet eingebuesst,duerfte nicht die Faehigkeit besitzen,den kleinen immer etwas muerrisch dreinschauenden Italiener in die Breduille zubringen.Die Etappe wurde dann auch noch wegen Steinschlag auf der Strasse etwas verkuerzt,war doch sehr flink.Rudi´s Jungs

von Skil Shimano wollten unter allen(berechtigten)Umstaenden zeigen,dass sie hier nicht fehl am Platz sind.Und das taten sie grossartig,denn wenn man sie noch auf Mallorca mit leichtem bis mittleren Uebergewicht betrachten durfte,praesentierten sie sich hier in phaenomenaler Form.Der junge Clement l´Hotellerie,der wohl erst 2 Jahre im Rennsattel sitzt,aber schon ganz schoen geformt ist,holte das Letzte aus sich heraus und fuhr doch tatsaechlich am Berg weg.Sein Vorsprung ging rauf bis auf eine Minute.Nun sie duerfen sich berechtigte Hoffnungen machen im naechsten Jahr die Tour zu fahren...was auch immer das dann bedeuten wird.

Doch am Ende rasten alle wieder zusammen(zumindest die,von denen man es erwarten konnte und in der Endkampfgestaltung zeigte uns endlich Luis Leon ,was in ihm steckt.Ein wenig schade,dass man ein Jahr darauf warten musste.Aber ein verdienter Etappensieg  und eine gute Gesamtplatzierung.

Herzlichen Glueckwunsch Luis Leon !


 

Verrückte Franzosen-

unmoeglich ist das hier ;-)

zunaechst braucht man eine Akkreditierung,die kann man sich im Presseoffice abholen,sofern man in der Lage ist sich durch die extremst verstopften Strassen der Cote D`Azur zu wuehlen,dann das Presseoffice findet und dann das Glueck hat ,es ist nicht zwischen 12-14Uhr,denn in dieser Zeit arbeitet in France keine Sau-unter groessten Anstrengungen und der Hilfe meiner Freundin Sheree,die ich an dieser Stelle herzlich gruessen moechte,gelangten wir in den Besitz der Akkreditierung ,so wir fuhren zum Col de Saint -Arnoux,erlebten dort Radrennen in Frankreich live

dann direkt hinter dem Peloton nach Fayence und wollten zurueck nach Cannes,der verruecktesten Stadt der Welt und genau da war das Problem,niemand wusste,dass hier ein Radrennen stattfindet ,aber es war Samstag und alle wollten shoppen gehen,ganz Frankreich wollte die Shoppingmalls an der Cote D ´Azur besuchen,aber es ging nicht weiter,weil die Strecke gesperrt war und mitten in dem Verkehr steckten Sheree und ich,verzweifelt entschied ich mich,noch 15min bis zum Zieleinlauf habend aber noch 7km vor mir,all meine physischen Faehigkeiten auszupacken und zu rennen,was das Zeug hielt,ich lief mitten durch die im Stau steckenden Autos bis zur Strecke und stoppte das letzte Auto der Organisation vor dem Feld,die nahmen mich mit und schmissen mich 25m vor der Ziellinie raus,Rucksack weg,Kamera raus und schon war Chavanel mit Luis Leon und den andern im Schlepptau da.

alles ist gut ausgegangen,das werde ich jetzt feiern mit ein paar Freunden

 

bis morgen....

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Angekommen in Nizza bei herrlichem Wetter,erwartet mich die typische Geschäftigkeit der Cote Azur,die heutige Etappe schaute ich mir am TV an,aber morgen gehts an den Col de Tanneron,und dann werden wir sehen,ob sich Gesink halten kann.Das ich eigentlich nur hier bin,um zu sehen,ob Alberto seinen Vorjahreserfolg wiederholen kann,muss ich nicht extra erwaehnen,aber die Gelegenheit werde ich nutzen ein paar Stimmen einzufangen..dazu in den folgenden Tagen mehr...

stampa,nice 14.march 2008